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Schulinternes Konzept

Schulinternes Konzept

zur Berufsorientierung und -beratung

 

Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen "Am Neuen Teich"Lübz

(Stand: Januar 2017)

 

1. Zielgruppe:


An unserer Einrichtung lernen Schülerinnen und Schüler mit diagnostiziertem sonderpädagogischen Förderbedarf in den Förderschwerpunkten „Lernen“ und/ oder „Emotionale und soziale Entwicklung“


2. Leitgedanke:


Durch individualisiertes und differenziertes Arbeiten schaffen wir in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten notwendige  Grundlagen für die Herausbildung realistischer Berufs-wünsche  und den damit verbundenen notwendigen praktischen und sozialen Kompetenzen.


3. Ziel:


Auf der Grundlage individueller Förderpläne führen wir möglichst alle Schülerinnen und Schüler zum Abschluss der Berufsreife und finden eine berufliche Ausbildung, welche ihren realen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen entspricht.


4. Gütesiegel:


Die Verleihung des Berufswahlsiegels vom Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB/VHS Mecklenburg-Vorpommern e.V. dokumentiert seit dem Jahr 2014 die qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit im Rahmen der Berufsorientierung und -beratung an unserer Schule.


5. Rechtliche Grundlagen:

 

  • „Richtlinie zur Berufsorientierung an allgemein bildenden und beruflichen Schulen“ vom

           14. September 2011

  • Schulgesetz MV vom 10.09.2010, i.d.V vom 27.06.2016
  • Sonderpädagogische Förderverordnung vom 02.09.2009, i.d.V. vom 02.06.2014
  • Rahmenvereinbarung zwischen dem Wirtschaftsministerium und der Regionaldirektion

            Nord der Bundesagentur für Arbeit, Februar 2015

 

6. Einleitung

 

Die pädagogische Arbeit von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarfen im „Lernen“ und/ oder der „Emotionalen und sozialen Entwicklung“ erfordert eine praxisnahe individualisierte und differenzierte Bearbeitung aller Lehr- und Lerninhalte. Ziel ist das Erreichen der Standards der 1. Stufe eines anerkannten Bildungsabschlusses: der Abschluss der Berufsreife.


Durch Beeinträchtigungen in der Wahrnehmung, Kognition, Sprache, Konzentration und sozialen Interaktion sind für unsere Schülerinnen und Schüler besondere Lernangebote und veränderte Organisationsformen des Lernens einzusetzen, um jene Kompetenzen zu entwickeln, die für das Erreichen einer späteren Ausbildungsreife notwendig sind.


Das vorliegende schulinterne Konzept zur Berufsorientierung und -beratung der Schule „Am Neuen Teich“ Lübz bezieht bereits die Schüler ab der Jahrgangsstufe 5 mit ein und soll  in seiner Gesamtheit den schulischen Arbeitsprozess auf den Weg dorthin beschreiben und wesentliche Schwerpunkte markieren.


Die Organisation und Begleitung der Aufgabenfelder erfolgt auf der Grundlage festgelegter Maßnahmen, die zeitlich terminiert und in ihrer Verantwortlichkeit und Evaluation beschrieben werden. Das schulinterne Team zur Berufsfrühorientierung koordiniert diesen Gesamtprozess und ist Ansprechpartner für Schüler, Lehrer, Eltern, Institutionen und Kooperationspartner.

 

7. Maßnahmen

 

Maßnahmen Zeit Verantwortlichkeit Evaluation

   

    1. Unterricht

  • Der Berufswahlpass (BWP) als Ordner für eine individuelle Berufsorientierung und –beratung wird im Rahmen eines fächerübergreifenden und projektorientierten Unterrichtes an der Schule beginnend mit der Jahrgangsstufe 8 eingesetzt

 

  • Erarbeitung und Weiterentwicklung von neuen und alt bewährten Lehr- und Lernmaterialien zur Berufsorientierung unter Berücksichtigung alters-gruppenspezifischer Persönlichkeitsmerkmale und Vorstellung auf thematischer Lehrerkonferenz

 

  • Ab der Jahrgangsstufe 5 erwerben die Schüler durch die praxisnahe Vorstellung von Berufen im Unterricht wichtige Kenntnisse über Betriebe und  die Arbeit der Menschen in ihrer Region (Dritte kommen in die Schule)

 

   2. Beratung und Unterstützung

 

  • In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Bildungswerk Wismar erfolgt die Fortführung des Programmes „Berufseinstiegsbegleiter“ zur Unterstützung der Lehrer- und Schülerarbeit.

 

   3. Außerschulische Maßnahmen

 

  • In der Jahrgangsstufe 9 wird halbjährlich ein wöchentlicher Praxislerntag an einem ausgewählten Betrieb durchgeführt, der die Schüler mit den  praktischen Anforderungen verschiedener Berufsgruppen vertraut macht

 

  • Ab der Jahrgangsstufe 8 bilden Schülerpraktikas einen wesentlichen Bestandteil aktiver Berufsorientierung und Berufsfindung

 

 

 

  • ​​​​​​​Ab der Jahrgangsstufe 6 erleben die Schüler in zahlreichen Betriebsbesichtigungen die unterschiedlichsten Ausbildungs- und Berufs-zweige. Dabei werden auch die Angebote des Boys- Day und des Girls-Day (Kl. 7) genutzt, an denen sich die Schule  beteiligt

 

  • ​​​​​​​In der Jahrgangsstufe 8 erfolgt in Kooperation mit dem Jugendförderverein Dargelütz e.V. die Organisation und Durchführung der Werkstatttage. Neben einer Potentialanalyse erhalten die Schüler Einblicke in drei Berufsfelder (Verwaltung, Gastronomie, Holzbearbeitung) und probieren sich in praktischer Arbeit einzelner Berufe aus. Am Ende des Projektes erhalten die Schüler Zertifikate.

 

   4. Ergänzende Maßnahmen

 

  • Sämtliche o.g. Maßnahmen (Schwerpunkte 1-3) werden durch Module zur Berufsorientierung (A-D) für die Jahrgangsstufen 8-9 ergänzt, die auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung des Wirtschaftsministeriums und der Bundesagentur für Arbeit den Prozess der Berufsorientierung unterstützen (u.a. weitere Betriebsbesichtigungen, Berufswahlparcour, Bewerbungstraining, Betriebspraktikas)

 

   5. Koordinierung

 

  • Das Koordination und die zentrale Steuerung aller Maßnahmen zur Berufs-orientierung (1-4) erfolgt durch das Team zur Berufsfrühorientierung. Es erarbeitet projektbezogene Prozessbeschreibungen, koordiniert die Evaluation und Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und entwickelt das schulinterne Konzept weiter

 

 

 

fortlaufend

 

 

 

 

 

fortlaufend

 

 

 

 

 

mindestens

eine Berufs-vorstellung im

Schuljahr

 

 

 

fortlaufend im gesamten Schuljahr an 4 Tagen die Woche analog zum Unterricht

 

 

1. bzw. 2. Schulhalbjahr der

9. Klasse

 

 

 

pro Schuljahr mind.  zwei Betriebs-praktikas in verschiedenen Betrieben

 

pro Schuljahr mindestens zwei Besichtigungen

 

 

 

zweiwöchiges Projekt

im laufenden Schuljahr

 

 

 

 

 

 

 

fortlaufend im gesamten Schuljahr

 

 

 

 

 

 

 

 

monatliche Team-sitzungen

 

 

Klassenleiter

Fachlehrer

 

 

 

 

Team zur

Berufsorientierung

Klassenleiter

Fachlehrer

 

 

Klassenleiter

 

 

 

 

 

 

Klassenleiter

Berufseinstiegs-begleiter

 

 

 

 

Team zur Berufs-

frühorientierung

Klassenleiter

 

 

 

Fachlehrer / Klassenleiter

Team zur Berufs -

frühorientierung

 

 

Team zur Berufs-

frühorientierung

Schulsozialarbeit

 

 

 

Team zur Berufs-frühorientierung

Klassenleiter

Schulsozialarbeit

 

 

 

 

 

 

 

Jessenitzer Ausbildungsverein e.V.

Team zur Berufs-frühorientierung

Klassenleiter

Schulsozialarbeit

 

 

 

Schulleitung

Team zur Berufs-frühorientierung

 

 

prozessbegleitend

schulintern

 

 

 

 

thematische Lehrer-Konferenz im Mai des

laufenden Schuljahres

 

 

 

Kunstwettbewerb "Mein Berufswunsch" im Juni des laufenden Schuljahres

 

 

 

fortlaufend in monatlichen Absprachen mit allen Beteiligten

 

 

 

 

Anlegen einer Dokumentationsmappe durch Schülerinnen und Schüler

 

 

Dokumentationsmappe und Plakatgestaltung mit Vorstellung des besuchten Betriebes und der erlebten Berufe

 

Plakatgestaltung

 

 

 

 

 

Dokumentationsmappe der Schüler

individuelle Auswertungs-gespräche mit jedem einzelnen Schüler

 

 

 

 

 

 

Prozessbeschreibungen durch Lehrer und Schüler

individuelle Auswertungs-gespräche mit Schülern

 

 

 

 

 

 

fortlaufend

 

 

7. Kooperationspartner


7.1 regional

 

Jugendförderverein Dargelütz e.V.
(Mehrgenerationshaus Lübz)
Forstamt Karbow
Lübzer Sportverein
Stadtwerke Lübz

 

7.2. überregional

 

Regionaldirektion Nord
(Bundesagentur für Arbeit)
Jessenitzer Aus- und Fortbildungsverein e.V.
Berufsbildungswerk Wismar